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Bibiliothek des Bücher-Kosmos: Hiawatha: Eine Indianische Legende
Titel:      Hiawatha: Eine Indianische Legende
Autor:      Friedrich Jäger
ISBN-10(13):      3898464733
Verlag:      Haag & Herchen
Erscheinungsdatum:      2007-07
Edition:      1
Sprache:      German
Preis:      EUR 12,00
Bewertung:      4.5 
Bild:      cover
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Beschreibung:      indianische Mythen

Friedrich Jäger nimmt sich hier des alten, fast in Vergessenheit geratenen Vers-Epos „The Song of Hiawatha“ (1856) von Henry Wadsworth Longfellow an und erzählt in zauberhaft-mythisch anmutenden Episoden von indianischen Göttern, alten Legenden und dem Leben und Wirken Hiawathas.
Eine idealisisierende, romantisch verklärte Dichtung, der aber die historische Figur von Hiawatha, einem Irokesen-Häuptling aus dem 15. Jh. n. Chr., zugrunde liegt.

Die Metrik und die Art und Weise wie Legenden in das erst um 1850 entstandene Heldenepos eingeflochten wurden erinnert Rezipienten an vergleichbare Werke aus der finnischen Geschichte. Der Nationalepos Kalevala entstand ebenfalls im 19.Jh (1835) auf der Basis mündlich tradierter Volksdichtung und diente H. W. Longfellow sehr wahrscheinlich als Anregung und Vorlage für seine Heldendichtung.
„Das Lied von Hiawatha“ ist zwar heute weitgehend unbekannt, aber nicht völlig aus der Erinnerung getilgt. So nutzt zum Beispiel der Sänger Mike Oldfield Texte aus dem Epos für sein 1978 erschienenes Album „Incantations“ (engl.: Beschwörungen/Zaubersprüche).

Die – mir als Laie – irritierenderweise an aztekische Traditionen angelehnt erscheinenden Illustrationen von Karola Fritz unterstreichen dennoch passend die märchenhafte Handlung. Sie fügen sich stimmig in die, auf Fakten und Fiktion basierende, Dichtung ein – egal welcherarts indianischer Inspiration die Federzeichnungen entspringen.

Fazit: Nebenbei erfährt man auch heute praktisch-wissenswert und Amüsantes. So begegnet der Leser der  nordamerikanischen Gottheit  „Mondámin“, die den amerikanischen Ureinwohnern, der Legendenbildung zufolge, den als Grundnahrungsmittel dienenden Mais geschenkt haben soll. Heute der Produktname eines auf – wie kann es anders sein – Maisstärke basiernden Soßenbinders.